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Tschüss Mami, ich muss jetzt in meine Gruppe. Ich nehme meinen Rucksack und renne nach oben, mal schauen, wer schon da ist. Zuerst begrüße ich meine Erzieherinnen und dann natürlich meine Freunde. Kurz nachdenken, habe ich heute einen Dienst? Ja, ich muss diese Woche die Fische füttern, andere Kinder gießen die Blumen oder decken den Tisch. Jedes Kind hat einen Verantwortungsbereich. Danach darf ich endlich spielen, die Erzieherinnen nennen es arbeiten, Hauptsache es macht Spaß. Da ist ja auch schon der Leon, ich frag ihn, ob er mit mir spielen will. Gemeinsam holen wir uns den Rosa Turm und die Braune Treppe. Wir experimentieren und probieren aus, was man alles damit machen kann. Es ist gut, dass wir hier alles selbstständig machen können. Die Erzieherinnen helfen uns nur wenn wir irgendetwas wissen wollen oder wenn es absolut notwendig ist. Aber meistens schaffen wir alles allein. Unsere Montessorimaterialien haben nämlich immer eine Fehlerkontrolle. So kann man ganz ohne die Erzieherinnen den Fehler entdecken. z.B. bei den Geräuschdosen, den roten Stangen, Tastbrettern oder dem Farberkennungskasten.

Nachdem wir fertig gespielt haben, müssen wir immer alles wieder aufräumen, naja so finden es unsere Freunde wieder ordentlich vor. Irgendwie hab ich Hunger, ich hole mein Frühstück und gehe in die Küche, der Tisch wurde bereits gedeckt. Gemeinsam frühstücken wir in kleinen Gruppen und tauschen natürlich alle wichtigen Erlebnisse untereinander aus. Unsere Erzieherinnen passen auf, dass wir die Zeit nicht vergessen, wir haben heute noch viel vor. Also zurück an die "Arbeit"?
Noch vor dem Mittagessen stellen wir unser Zimmer zu einem Stuhlkreis um. Wir sitzen alle gemeinsam im Kreis und singen, spielen oder erzählen. Dabei haben wir immer ein Motto, das wir dabei behandeln, z.B. stand der Herbst unter dem Motto die Kartoffel, wir haben viel über Obst und Gemüse gelernt, vieles gerochen, gekostet und getastet und ein Theaterstück "der Kartoffelkönig" aufgeführt. Danach gehen wir immer raus, auch bei schlechtem Wetter, dann ziehen wir uns einfach unsere Gummistiefel und unsere Buddelhosen an, das macht Spaß.
Danach geht es wieder rein und wir essen gemeinsam zu Mittag. Unser Essen bringen wir entweder von zu Hause mit, weil's von Mutti und Vati einfach am besten schmeckt. Dann gibt es z.B. Brot, Obst und Gemüse, eben etwas Kaltes. Oder wir essen eine bestellte, warme Mahlzeit, die geliefert wird. Nach dem Essen räumen wir wieder alles auf, wischen den Tisch und trocknen alles ab. Dabei helfen die großen Kindern den Kleinen.

Am Nachmittag gibt es verschiedene Angebote. Wir lernen singend und spielend Englisch, erkunden die Felder, Wälder und Weiher in unserer Umgebung, kochen oder singen, tanzen und spielen in der musikalischen Früherziehung. Dann gibt es noch die jahrestypischen Feste. Vor dem Martinstag haben wir Laternen gebastelt und Lieder gesungen und geübt. Zur Weihnachtsfeier wurde ein Krippenspiel eingeübt, das wir auch öffentlich aufführten. Wir machen aber auch Stilleübungen oder gemeinsame Ausflüge.
Einmal in der Woche ist unser Frühstückstag, da essen wir alle gemeinsam. Am Vortag bereiten wir dazu alles vor, wir haben schon Brot oder Pizza gebacken, Obstsalat zubereitet. Wir probieren jede Woche etwas anderes, selbst gemacht schmeckt es halt am besten.
Was soll ich noch erzählen, hier ist immer was los. Unsere Erzieherinnen lassen sich immer ganz tolle und spannende Sachen für uns einfallen, da wird es nie langweilig. Ich freue mich schon auf morgen, da gehen wir zum Turnen, ich spiele Fußball, oh da kommt schon Mami und holt mich ab. Ich verabschiede mich von meinen Freunden und den Erzieherinnen, mal schauen was ich morgen alles erlebe.
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